Geschichte Ottensteins
Quelle: http://www.burschule.de (Stand: Januar 2006) mit freundlicher Genehmigung von Herrn Rektor Richard Ikemann
In den Jahren 1318 und 1319 erbaute
Otto, Sohn des Edelherrn von Ahaus, mitten in einem sumpfigen Gelände eine
Burg. Dieses Sumpfgelände hieß Garbrock. Nur ein fester Weg
führte von Süden her in diese starke, aus Steinen erbaute Burganlage. An
dieser Straße zur Burg bauten sich einige Bürger ihre Häuser. Wenn Gefahr
kam, flohen sie auf die Burg; denn dort waren sie sicher. Zwei Wassergräben
wurden um die Burg gegraben. Man nannte den Ort und die Burg nach ihrem Erbauer Ottenstein.
| Otto von Ahaus schenkte seiner
Tochter, als sie einen Grafen von Solms heiratete, die Burg Ottenstein als
Wohnsitz. Von nun an wohnten auf der Burg die Grafen von Solms. Der
erste Graf ist in Barle ermordet worden. Er hat die erste Kirche erbaut
und die Leute beschützt. |
 |
An ihn erinnert noch heute das Solmssche Denkmal am
Kreisverkehr in Barle. Sein Enkel Heinrich von Solms dagegen war ein Raubgraf. Er plünderte mit seinen Soldaten andere Burgen
und Städte in der Umgebung aus. Deshalb hat ihn der Bischof von Münster in
seiner Burg belagert und ausgehungert. Ein Bild von diesem Ereignis hängt in
der St. Georgs-Kirche in Ottenstein. Dort wird gezeigt, wie Agnes ihren
Vater Heinrich auf ihrem Rücken aus der Burg herausträgt. Nach diesem Bild ist
auch die Darstellung in der Pausenhalle der Burgschule Ottenstein gemacht worden
(siehe auch die Sage von Agnes).
Ein späterer Burggraf hieß Ketteler.
Er hat die Kirche in Ottenstein vergrößert. Ottenstein wuchs zu einer
kleinen Stadt heran mit ungefähr 300 Einwohnern. Solche Städte nannte
man damals Wiegbold. Im Jahre 1754 stürzte bei einem Sturm ein Teil der
Burg ein. Da ließ der Bischof von Münster die ganze Burg abbrechen und
gab Pfarrer Spahn die Erlaubnis, mit den Steinen die Kirche noch einmal zu
vergrößern. Einige Straßennamen
und das Wappen von Ottenstein erinnern uns noch an die frühere Zeit.
|
Wappen
von
Ottenstein
5 Steine stehen für die Burg
aus Steinen, das O für den Erbauer Otto. |
 |
zum Archiv
|
Alle Angaben ohne Gewähr
|